Freiheit – Pop-Up Agora

Öffentliche Räume stellen Orte gelebter Demokratie dar. In ihnen bewegen wir uns fort, begegnen anderen Menschen und erleben jeden Tag Szenarien des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Entsprechend stellt der öffentliche Raum die Vielfalt und Verschiedenheit einer Stadtgesellschaft dar und trägt zu einem freiheitlichen Mit- und Nebeneinander bei. Vor dem Hintergrund zunehmender Ausgrenzungstendenzen und dem Verschwinden öffentlicher Räume (u.a. durch Privatisierungs- und Kommerzialisierungsprozesse und durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie) entwickeln sich gegenwärtig gesellschaftliche Diskurse, die durch subjektive Meinungen und Interessen scheinbar immer weiter auseinander driften zu scheinen. Ziel des Projekts war es deshalb, den öffentlichen Raum als Aushandlungsort von Demokratie sicht- und erfahrbar werden zu lassen. Im Fokus stand dabei die Schaffung eines Ortes, der Begegnung und Austausch zwischen verschiedenen Menschen ermöglicht, um so auf die Relevanz des öffentlichen Raumes für unser demokratisches Selbstverständnis aufmerksam zu machen. 

Im Zuge der aktuellen gesellschaftlichen Debatten (u.a. “Black Lives Matter” / Corona-Pandemie) stellt die individuelle Wahrnehmung von “Freiheit” einen kontroverses Thema von öffentlichem Interesse dar und bietet somit Anknüpfungspunkte für einen gesellschaftlichen Diskurs. Die Pop-up Agora, als Sinnbild für Demokratie, stellt hierfür ein Begegnungsforum dar, in dem verschiedene Gruppen und Menschen aufeinandertreffen können, um ihre Anliegen und Meinungen zu diesem Thema mit anderen Menschen zu teilen. Unterstützt wurden die Gespräche von einem Rahmenprogramm aus interaktiven Vorträgen und einer performativen-musikalischen Auseinandersetzung mit dem Thema Freiheit.

Das Projekt fand in Köln Mülheim in Kooperation mit dem Kulturbunker Mülheim e.V. im September 2020 statt.

Projektteam Anna Wibbeke Lisa Scheithauer Lea Schöning

Fotografien Laura Schenk

Filmische Begleitung Sebastian Salanta