Tauschmarkt Venekoten

Einen Raum, der zum Austausch und Dialog einlädt, in einem Dorf, in dem Individualität und mangelnde Begegnungsräume vorherrschen

In ländlichen Gebieten mangelt es an Treffpunkten, in denen sich Menschen mit ihren Nachbarn treffen und austauschen können. Im Fall von Venekoten, einem kleinen Walddorf an der deutsch-niederländischen Grenze, ist die Situation noch extremer, da dies kein gewöhnliches Dorf ist. Hier befinden sich keine typischen Geschäfte wie Supermärkte, Kiosks, Bäckereien, Bars usw. Dies ist ein Wohnort, der vor den 70er Jahren als Feriendorf und Erholungsgebiet konzipiert wurde, daher sein Erscheinungsbild: 300 Häuser, 80 Wohnungen, ein Hotel, ein Tennisplatz, ein Restaurant, ein Ponyhof und selbstverständlich viel Natur, ein Wald und viele Seen. Es war ein spezieller Ort für Menschen, die in der Stadt arbeiteten und einen zusätzlichen Ort haben wollten, an dem sie Ruhe und Frieden finden konnten.

 

Es ist notwendig mit dem in dem Dorf aufgebauten individualistischen Schema zu brechen und eine Gemeinschaft aufzubauen, die sich nur durch aktive Teilnahme gemeinsam aufbauen lässt. Dies kann durch Räume erkundet werden, in denen Menschen sich austauschen und in Kontakt kommen können. Dies ist die Idee des Tauschmarktes Venekotens 2020, der von einer Anwohnerin des Ortes und dem Interessen Gemeinschaft Venekotensee durchgeführt wird, um einen Raum zu schaffen, in dem jeder Anwohner mitmachen und mitgestallten kann. Der Tauschmarkt ermöglicht den Austausch nicht nur von Gegenständen oder Dienstleistungen, sondern auch von Dialogaustausch, Allianzen und Interessen. Durch den Tauschmarkt wird ein Treffen mit sozialem Fokus gestärkt und ermöglicht, das später auch der politischen Rolle der Anwohner zugutekommen kann. Engagement und Partizipation können dafür sorgen eine integrative Beteiligungskultur aufzubauen.